Was bedeutet Reisen für mich?

Hallo ihr Lieben,

wie ich euch erzählt habe, bin ich seit etwas über einer Woche aus meinem „Urlaub“ zurück (ich fühle mich übrigens auch wieder relativ gesund, morgen gehts dann endlich wieder arbeiten :)). In meiner Urlaubswoche war nicht nur ich weg, sondern fast das ganze Büro. Generell habe ich das Gefühl, dass in Wien der Juli und August mehr denn in Deutschland von Urlaub geprägt sind. Da kommt die Themenwoche zum richtigen Zeitpunkt. Ein paar andere Blogger und ich stellen uns der Frage, was das Reisen für uns denn bedeutet.

Urlaub mit der Familie

Als Kind war unser Urlaub immer bei den Großeltern. Dort sind wir mehrere Stunden mit dem Zug hingefahren, die hatten einen großen Garten, wir haben im Wohnwagen in eben jenem übernachtet und ein paar Tage sind meine Großeltern mit uns in die Umgebung gefahren. Die typischen Fußgängerzonen in der Innen-/Altstadt, große Shoppingcenter (wo man eigtl nur in den Real oder einen anderen großen Supermarkt geht), all das ist behaftet mit meiner kindlichen Urlaubszeit bei meinen Großeltern. Und immer noch, wenn ich in der Region bin, erinnere ich mich an die schöne Zeit im Kindesalter zurück. Dazwischen haben wir (oft war meine ähnlich alte Cousine dabei) im Garten Federball gespielt, im Buddelkasten gesessen, sind auf dem „Berg“ neben dem Grundstück meiner Großeltern wandern gewesen… Alles noch ohne Handy und Internet – und als wir unser erstes Handy hatten und meine Mutter ein Gespräch führen wollte, musste man auf den Berg hoch, um überhaupt Empfang zu haben. Sehr idyllisch.

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 mit dem Zug in den Urlaub

Urlaub mit Freunden

Später durfte ich dann auch mal alleine Urlaub machen mit Freunden. Da wurde es dann meistens Greifswald. Im Bungalow abends gemeinsam kochen, tagsüber durch die Stadt laufen oder mit dem Radl fahren, die Kirchen angucken, ein wenig Kultur, gepaart mit jedem Tag Eis am Marktplatz. Ein oder zwei Tage nach Wieck an den Bodden. Generell, wenn ich in irgendeiner Stadt war, „musste“ ich in jede offene Kirche, die ich fand, rein und sie angucken.

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 am Greifswalder Bodden

Urlaub im Hotel

Zu Studienbeginn folgte mein erster Aufenthalt in einem Hotel. Mit meinem damaligen Freund ging es nach Stralsund – unser erster gemeinsamer Urlaub, mein erster „richtiger“ Urlaub, dachte ich damals. Der Zeitraum hatte sich von ein bis zwei Wochen auf ein verlängertes Wochenende verkürzt, man musste für alles selbst bezahlen, konnte nicht abends gemeinsam kochen (da keine Küche), sondern musste/durfte/konnte essen gehen. Auf dem Programm standen Stadterkundung, viele interessante Museen, Kirchen. Ein richtiger kleiner Kultur-Kurz-Urlaub.

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 in Stralsund den Wind durch die Haare wehen lassen

Kurzurlaub allein und zu zweit

Heute ist es meistens so, dass für mehr als ein Kurzurlaub keine Zeit bleibt. Meistens an einem Ort, wo mein Freund oder ich eh gerade geschäftlich sind – bzw. nicht weit davon entfernt, um Reisezeit zu sparen. Seit ich in meinem Chor mitsinge, fällt eine „kostbare“ Arbeitsurlaubswoche auch auf die Chorwoche im Sommer, die entweder zum intensiven Proben genutzt wird oder – wie heuer – Konzertreise ist und jeden Tag woanders sein beinhaltet. Das ist schön, macht Spaß, aber bietet quasi keine Erholung. Heuer ist nun auch mein geplanter kurzer Urlaub da in Österreich (ich stellt mir vor, idyllisch an einem See im Hotel zu sitzen, mich zu entspannen, etwas Wellness zu genießen) ins Wasser gefallen. Statt Entspannung in der Nähe, werd ich meine letzten Urlaubstage wohl auf einen „Heimaturlaub“ anwenden müssen, bei dem ich noch einiges an der Uni in Berlin klären muss… Nichts mit Entspannung.

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 Berlin am Neptunbrunnen

Zwischen Kultur und Entspannung

Wie ihr seht, hat sich meine Vorstellung von Urlaub ganz schön gewandelt: Früher konnte ich mir nichts schlimmeres vorstellen als einen langweiligen Strandurlaub, wo man den ganzen Tag nichts tut außer rumliegen. Heute wünsche ich mir genau so einen Urlaub. Für viel Kultur und rumrennen bin ich vom Alltag viel zu ausgepowert… Ein wenig den Ort angucken, wo man ist, gehört natürlich dazu, aber ebenso etwas Entspannung und – vor allem – ein gutes, leckeres Essen… Vielleicht gehts aber doch noch mal 2-3 Tage Zelten in Brandenburg, wenn ich alle Erledigungen an der Uni geschafft habe..

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 Architektur in Luxemburg

Blogparade

Gestern konntet ihr übrigens schon bei Terrorpüppi und Kermitchens Welt lesen, was für sie Urlaub ist. Heute könnt ihr das auch bei Living the Beauty. Und morgen berichten Anna Nikabu und C over the top von ihren Urlaubsvorstellungen.

Die gesamte Woche im Überblick gibt’s hier:MONTAG:Terrorpüppi & Kermitchens Welt // DIENSTAG:Living the Beauty & Msiemund // MITTWOCH:Anna Nikabu & C over the top // DONNERSTAG:Underclass Hero & Chamy travels // FREITAG:5 p concept & Lavender Province // SAMSTAG:Windhuber & Weibi // SONNTAG:Noirin & Lyra & Süchtig nach

Was bedeutet für euch Urlaub? Seid ihr eher die Kultur- oder die Erholungsurlauber? Und wo wart oder seid ihr heuer im Urlaub?

Pfiat eich,

eure Melli

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