Melli heiratet #01 – Ja, ich will!


Hallo ihr Lieben,

In letzer Zeit war es relativ still hier. Das liegt zum einen an den vielen Ausarbeitungen, die ich für Arbeit machen muss/darf, an der Pendelei zwischen Wien und Berlin, daran, dass ich (mit Hilfe meines Supermanns) immer noch daran sitze, die alte Datenbank, die fehlerhaft is, zum Laufen zu bekommen, dass ich mich abends nach der Arbeit selten noch dazu aufraffen kann, mich wieder an den Computer zu setzen und noch was zu schreiben, da meine Kreativität schon mal vor ins warme Bettchen geschlüpft ist,… und nun ganz neu auch noch an anderen Vorbereitungen. Im letzten Mona hat sich nämlich einiges getan bei mir 🙂 Mein Herzmann und ich werden nun nämlich endlich heiraten. Und da es auf einmal gar nicht schnell genug gehen kann, muss ich all mein Organisationstalent herauskramen und aktivieren (ich komme mir gerade ein wenig vor wie bei Star Trek oder so…). Ich weiß, damit bin ich in der weiten Blogosphäre nicht allein, trotzdem möchte ich euch an meinen Vorbereitungen teilhaben lassen! Und hoffe, dem ein oder anderen damit vielleicht helfen zu können 😉

Vorweg: Wir wollen keine Hochzeit im hohen fünfstelligen Bereich in puncto Ausgaben. Da wir aber trotzdem einiges an Gästen haben wollen (allein mein Chor würde mit gut 50 Mann zu Buche schlagen), wird das ganze schon etwas tricky. Hinzu kommt, dass ich die Hochzeit in Berlin größtenteils aus Wien organisieren darf, was es nicht unbedingt leichter macht… Zudem soll es eine standesamtlich sowie eine kirchliche Trauung geben.

Nach nicht mal einem Monat können wir inzwischen zwei Haken hinter die To Do-Liste setzen: Ringe bestellt und Anmeldung sowie Termin beim Standesamt. Da der Punkt Ringe aber noch dauert eh er komplettiert ist (die Ringe sind erst Ende Jänner fertig – also merke, rechtzeitig in Auftrag geben, das kann drei Wochen bis (da die Feiertage dazwischen liegen) drei Monate dauern), berichte ich heute erst mal über die Odyssee beim Standesamt.

Wir haben das Glück im Unglück beide im selben Bezirk in Berlin gemeldet zu sein. Also blieb uns keine Wahl, wir mussten wohl oder übel ins Standesamt Mitte zu Berlin, welches gerade in der Hochzeitsabteilung unterbesetzt ist. Es gäbe die Möglichkeit für den Donnerstag telefonisch einen Termin zu vereinbaren (was vermutlich einiges an Vorlauf braucht, wir haben es aber nicht probiert) oder aber an einem anderen Wochentag auf Warteliste vorbeizukommen. Der Sprechstundenbeginn ist um 9 Uhr morgens, im Internet steht, dass der Raum ab 8:30 Uhr geöffnet sei. Am Raum hängt auch extra ein Zettel, dass es keine inoffiziellen Listen gäbe. Aber Pustekuchen, die Realität sind wie immer anders aus. Als wir um 8:25 aufschlugen übertrug gerade jemand eine inoffizielle Liste der teilweise seit 6:30 Uhr wartenden. Die gesamte Liste für einen Tag hat 35 Plätze, wer danach kommt, hat Pech gehabt. Wir hatten Platz 26 ergattert und damit einen halben Arbeitstag im Standesamt gewonnen. Gegen 11 wurden wir ins Anmeldezimmer gerufen, da wurden unsere Abschriften aus dem Geburtenregister (kann man online beantragen im Bezirksamt, wo man eingetragen wurde gegen 10 Euro) und unsere Ausweise eingesammelt. Da wir keinen Auszug aus dem Melderegister bei hatten, wurden diese vor Ort angefordert (wie gesagt, wir waren beide zum Glück „zuhause“; für lächerliche 5 Euro/Person) und ab ging es wieder ins Wartezimmer. Nach weiteren 1-1.5 h wurden wir dann aufgerufen und durften zur Anmeldung der Eheschließung. Allerlei Dinge unterschreiben, Termin aussuchen und Geld loswerden (mit Urkunden waren es bei uns 65 Euro, die allerdings nur bargeldlos mit ec-Karte beglichen werden können!). Überrascht war ich in der Tat davon, dass es heuer noch Termine gab, wenn auch nur am Mittwoch. Samstage werden ab 2016 grundsätzlich nicht mehr vergeben (und 2015 sind keine mehr frei)! Welcher Standesbeamte die Trauung durchführen wird, erfährt man vorab nicht, man darf sich aber entscheiden,ob man Musik von der Konserve möchte (auch selbst mitgebracht auf CD), ob man die Ringe tauschen möchte, ob man Trauzeugen unterschreiben lassen möchte oder nicht und ganz wichtig: Wie die Namensführug lauten soll! Und dann hat man seinen Termin und ist angemeldet.

Dieses Gefühl fühlt sich noch zumindest ganz unwirklich an! Einen Termin für die kirchliche Feier haben wir noch nicht, einen Ort für die Sause hinterher dementsprechend auch nicht. Aber standesamtlich werden wir noch in diesem Jahr heiraten… Ich werde nächstes Jahr nicht mehr meinen Namen tragen (das Blog wird aber weiterhin unter dem Namen laufen…)! Nun kommt eine spannende, aufregende, stressige, aber hoffentlich auch wunderschöne Zeit auf mich zu!

Ich halte euch auf dem Laufenden!

Welche Aspekte gefallen euch denn ganz besonders? Habt ihr vielleicht Tipss für mich, wo ich mich ein wenig informieren kann?


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