Wenn Foodblogger in Salzburg sind – das Salt and the City 2015

Hallo ihr Lieben,
inzwischen ist es schon einige Wochen her, dass ich in Salzburg war. Wie einige sicherlich wissen, habe ich vor vier Jahren ein Erasmus in Salzburg gemacht. Daher kenne ich die Stadt ziemlich gut und seit ich wieder in Berlin bin, vermisse ich mein geliebtes Salzburg. Umso erfreuter war ich über die Möglichkeit, endlich mal wieder da zu sein. Mein Aufenthalt hatte jedoch nichts mit dem Studium zu tun, sondern war aus Blog-Gründen. Ein paar Salzburger Food-Bloggerinnen haben nämlich das Salt and the City organisiert, ein Workshop für Food- und Lifestyle-Blogger. Zu meiner großen Freude hatten sie in Kooperation mit der Deutschen Bahn schon vorab ein Instagram-Gewinnspiel veranstaltet, bei dem ich den Eintritt zum Workshop sowie die An- und Abreise mit der DB gewonnen habe. Auch an dieser Stelle noch einmal meinen herzlichen Dank!

Nachdem ich schon seit Monaten darauf gewartet habe, dass endlich Ende Mai wird, war es dann endlich so weit. Da ich bereits etwas vor Beginn in Salzburg ankam, konnte ich erst mal im Hotel einchecken (ich nächtigte im Lehenerhof, was nur wenige Minuten zu Fuß vom Veranstaltungsort entfernt war – eine sehr gute Entscheidung. Und Lehen hat sich in den letztem Jahren auch ganz schön gemausert), mich etwas frisch machen und schließlich noch im The Heart of Joy etwas Glutenfreies zu Mittag essen – zu dem Café gibt es demnächst etwas auf dem Blog. Nur einen kurzen Fußweg vom Café entfernt begann dann am Freitag Nachmittag bei perfektem Wetter der Instawalk. Kein typischer Sightseeing-Gang, sondern ein Ausflug zu verschiedenen Manufakturen in Salzburg. Es gab mehrere Gruppen, die zum Teil unterschiedliche Anlaufpunkte ansteuerten. So ging es für einige beispielsweise Apfelstrudelziehen im Hotel Sacher. Meine Gruppe begann mit dem lieben Matthias von Fräulein Flora beim Sporer, einem bzw. dem Schnaps-Hersteller in Salzburg. Dort durften wir uns awengerl durch das Sortiment probieren und allerlei interessantes über das Familienunternehmen erfahren. Ich probierte ein Gläschen Kakao-Nuss-Likör, der sehr weich schmeckte, das perfekte Frauengetränk. Natürlich ließ ich mir aber auch die Hausmischung, einen Kräuter, nicht entgehen. Dieser ist zwar deutlich bitterer, aber nach einem deftigen Essen kann ich ihn mir ziemlich perfekt vorstellen. Ich war sehr froh, dass ich vor der Führung noch essen war hust.

Sporer in Salzburg

Als zweites ging es zu der Schirmmanufaktur in Salzburg: Kirchtag. Wir konnten Unmengen von Holzstöcken bewundern und erfuhren, wie solch ein Schirm angefertigt wird. Das besondere an den Kirchtag-Schirmen ist ihre kuppelförmige Bauweise. Kirchtag stellt beispielsweise für Redbull her.

Schirme von Kirchtag

Darauf ging es zu Afrocafe. Dort war ich während meiner Salzburger Zeit bereits einmal. Die Dekoration im Café ist hauptsächlich aus recyceltem Müll hergestellt. Dort haben wir etwas leckeres getrunken, je nach Vorlieben Eiskaffee oder Eistee, für ein warmes Getränk war es uns einfach zu warm…

kleine Auswahl von Afrocoffee im Aufrocafe

Bald ging es weiter zum Cabreras, das vom Mexikaner Abraham Cabrera-Arellano und seiner österreichischen Frau Eva Cabrera-Költringer geführt wird. Hier findet man nicht nur tolle Haushaltsgegenstände, sondern kann auch lecker essen und trinken gehen.

Als nächstes machten wir einen Abstecher auf dem Markartsteg und verewigten unsere Liebe zu Salzburg mit einem Liebesschloss auf der Brücke. Hier gab es dann noch ein paar Gedanken dazu, über welche Seite man die Schlüssel in die Salzach werfen muss, damit es Glück bringt, und wie gut es für die Umwelt ist, sie überhaupt in die Salzach zu werfen.

Liebesschlösser am Markartsteg

Schließlich ging es zum neuen alten Rathaus. Bis nach oben auf den Turm liefen wir und konnten eine tolle Aussicht über Salzburg genießen. Sie war sogar noch besser als ich sie vom Unicum auf dem Unipark in Erinnerung habe.

Aussicht vom Rathausturm

Zum Schluss wurden uns im Sitzungssaal noch die Venusbrüstchen vorgestellt. Eine Süßigkeit angelehnt an die Venusbrüstchen, die man im Film Amadeus sehen kann. Ursprünglich waren sie allerdings eine Art Petit Four, Ludwig Rigaud erhielt jedoch den Auftrag eine haltbare Süßigkeit daraus zu kreieren. So sind sie jetzt eine Amarenakirche in einer Maronencreme, umhüllt von wahlweise weißer oder Zartbitterschokolade. Obwohl sich die Zutaten kaum unterscheiden, ist der Geschmack beider Sorten komplett unterschiedlich.

Venusbrüstchen

Den Abend ließen wir dann im Lokal ausklingen, je nach Gusto ging es in die Blaue Ganz, das Republic oder zum Wirtn in den Johanneskeller. Ich hab mich für das Republic-Café entschieden, weil ich mir da die größten Chancen auf etwas Glutenfreies ausmahlte. Gegessen hab ich letztendlich zwar nichts, aber einen leckeren Aperol Spritzer getrunken, den die Österreicher einfach am besten können. In Deutschland habe ich noch kein Lokal gefunden, das den gut macht… Nach vielen netten Gesprächen und einem lustigen, entspannten Abend gings dann ins Hotel gelaufen.

 

Am Samstag war dann Workshop-Tag, mit einem großen Frühstück von Crossaints über Müsli und Obst zu den leckersten Rauch-Säften 🙂 An dem Tag habe ich so viele Säfte getrunken, wie noch nie. Und insbesondere konnte ich endlich die leckeren Rauch coldpressed Säfte probieren, die es in Deutschland aktuell ja nicht hat. Es gab eine Reihe „große“ Workshops, die vorgeplant waren, häufig von Sponsoren und bei denen man sich vorab einschreiben musste (man konnte zwei belegen). Dort entschied ich mich für ein wunderbares Tortenverzieren mit Dr. Oetker (und es war echt toll!) und Taschen bestempeln mit Binedoro, was unheimlich spaßig war – und meine Motive mit erhöhtem Anforderungsbereich wurden sogar erkannt^^

Blüten aus Fondant mit Dr. Oetker

Als ersten Programmpunkt gab es jedoch die Barcamp-Planung. Als erstes stellte jeder sich – in Blog- und Twitter-Manier – mit drei Hashtags vor, darauf wurden die spontanen Sessions geplant. Unheimlich viele, tolle und interessante Sessions sind dabei zustande gekommen (auch wenn sich leider mehrere tolle Sachen häufig überschnitten, es gab einfach zu viel interessantes 😉 ). Wenn man gerade keinen Workshop oder Vortrag besuchte, gab es die Möglichkeit beispielsweise Origamifiguren zu basteln, wo Gyöngyi, Kathi, Minnie und ich uns gut austobten. Die gebastelten Kunstwerke wurden einem Kinderheim gespendet. Am Abend gab es noch ein wunderbares Buffet mit Bier-Tasting bei Trumer.

Trumer-Logo

Am Sonntag ging es schließlich zur Landpartie. Mit 2 Reisebussen fuhren wir zuerst auf die Sonnleitn Alm, wo wir gesehen haben, wie bzw. wo Käse hergestellt wird und uns durchs Käsesortiment testen durften (jammi!) und dann lecker deftig zu Mittag essen konnten, danach ging es weiter nach Hallein. Bei meinem ERASMUS damals bin ich nicht in die Salzwelten gegangen, heuer bin ich mit und es war grandios! Ein echt tolles Erlebnis. Mein Highlight: Mit dem Boot über den Salzsee. Wieder in Salzburg angekommen, sind wir nach viel Überlegung, wo, noch zu „Abendbrot“ essen gegangen (Topfenknödeln gab es für mich xD). Die anderen sind dann noch losgezogen, die verschiedensten Eisdielen durchprobieren, ich habe mich auf den Weg zum Bahnhof gemacht und bin wieder heimgefahren mit dem Zug. Und habe von Salzburg geträumt.

Panorama auf der Sonnenleitn Alm

Ein herzliches Dankeschön an alle Organisatoren und Sponsoren von Salt and the City 2015! Ich freue mich schon auf nächstes Jahr! Ihr wart (und seid) super!

 

 

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